February 12, 2005

Höhenmeter.

posted by Tino at 9:12 pm and filed under Marathon

Anstiege gesamt: 667 m
Abstiege gesamt: 736 m
Höhendifferenz: 1.403 m
Höchster Punkt: Turmbaude Masserberg (841 m üNN)
Tiefster Punkt: Schmiedefeld, Einmündung Reitallee (622 m ü NN)

Das sind die Daten für den Cross-Marathon durch den Thüringer Wald. Der so genannte "Rennsteiglauf" ist mit 43,1km 1 Kilometer länger als der "gewöhnliche" Marathon. Aber das ist gar nicht so schlimm, die Härte sind die Höhenmeter. Läuft man in Berlin z.b. fast eine glatte Strecke legt man bei Rennsteiglauf 1.403 Höhenmeter zturück. Um mich darauf vorzubereiten, bin ich heute 10km aufn Laufband mit 5% Steigung gelaufen und habe kontinulierlich auf 10% bei den Metern gesteigert.

Lief besser als gedacht, aber erst einmal abwarten wie ich morgen meine Beine spüre …

January 18, 2005

Übertraining

posted by Tino at 1:03 pm and filed under Marathon

Ich komm grad vom Laufen. Dachte ich noch am Sonntag, als ich mit ner Freundin laufen war, es liege an Ihrem Laufrhytmus mit dem ich nicht klarkomme und deswegen so erschöpft bin, musste ich heute feststellen, dass mir der Halbmarathonlauf vom Donnerstag noch sehr in den Knochen liegt. Sobald mein Puls mehr als hundertsechzig anzeigt, macht mein Köper zu, da geht nichts mehr. Die Beine sind leer, einfach keien Kraft. Ein typisches Merkmal für Übertraining.

Unser Körper hat die Fähigkeit zur Kompensation bzw. Superkompensation von (Trainings-)Reizen, d.h. er regeneriert sich nich nur nach einer Anstrengung auf sein Ausgangsniveau, sondern darüber hinaus. Um die Leistungsfähigkeit des Körpers zu steigern, versucht man am optimalen Zeitpunkt, also am Höhepunkt der Superkompensation, den nächsten Trainingsanreiz zu setzen. Wird jedoch ein Trainingsreiz zu früh, als bevor der Körper sich regeneriert hat angesetzt, kommt es zum Übertraing.

Folgendes Schema zeigt den Verlauf der Kompensation bzw. Superkompensation unseres Körpers:


Erkennt man die Phase des Übetrainings, sollte man sein Training aussetzen oder zumindest stark reduzieren.
Denn ein Weitermachen, ein Festhalten am Trainingsplan führt dann zum negativen Effekt, die Leistungsfähigkeit nimmt ab.

Ich werde mir also die nächsten zwei Tage ersteinmal Ruhe gönnen und keinen Lauf machen. Dann sehen wir weiter.

Tino

January 14, 2005

Grenzen erkennen

posted by Tino at 9:42 pm and filed under Marathon

Oder: Die Anatomie eines Laufes

Gestern war Donnerstag. Eigentlich ein schöner Tag. Aber es sollte ein tag werden, an dem ich meine Grenzen kennenlernte. Begonnen hat der Donnerstag wie immer mit einer Marketingvrlesung morgens um sieben. Bis Elf Uhr dann noch Finanzierung. Danach erstmal ausgeruht, um gegen halb drei meinen Trainingslauf zu starten. Eine Stunde in den Wald, danach einkaufen und später zur letzten Vorlesung Unternehmensführung.

Wie immer ging’s ins Schortetal, 2 Runden. Es begann zu schneien, ziehmlich stark. 3 Uhr, ich könnte mich auf den Rückweg machen aber ein Weg reizte mich und ich dachte, er wird schon irgendwie wieder nach Ilmenau bringen. Die Richtung stimmte ja.

3:20 Uhr, es geht seit Kilometern ständig nur nach oben und es schneit wie verrückt. Mittlerweile bin ich nass und meine Hände sind kalt.. Ilmenau ist nicht in Sicht. Umdrehen? Nej .. die ganze Strecke wieder zurück will ich nicht .. also weiter, dort wird ja ne Straße nach Ilmenau sein.

3:40 Uhr, es beginnt zu dämmern. So langsam beschleicht mich ein Gefühl von Panik. Ich hatte an dem Tag noch nichts gegessen, meine Kräfte schwinden. Mir ist kalt. Der Körper schaltet jetzt nach mehr als zehn km auf Sparflamme. Meine Hände spüre ich nicht mehr. Umdrehen? Nein, jetzt doch nicht mehr, der Weg wäre doch viel zu lang. Ilmenau liegt bestimmt gleich um die nächste Ecke. Ich bin ganz nah dran, bestimmt …

3:50 Uhr, der Weg geht tiefer in den Wald. Ich habe keine Ahnung wo ich bin. Hier oben liegt Schnee und es ist eisig kalt. Ich willt nicht mehr.

4:00 Uhr. Ich sehe Licher. Autolichter. Der Moment ist unbegreiflich. Zivilisation. Rettung.
Ich erreiche sie Straße, nur welche Richtung nehme ich? Schilder gibt es nicht. Trampen? Niemals, ich habe meinen Stolz, lieber kipp ich um.

4:20 Uhr, mir wird schwindelig. Ich sehe die Lichter der Autos doppelt  und habe das Gefühl die sehen mich überhaupt nicht. Ich weiß nicht wohin mich die Straße bringt. Es wird dunkel.

4:30 Uhr, Auerhan, eine Gaststätte. Und ein Wegweiser Richtig Stützerbach. Ich habe nun endlich wieder ein Ziel. Irgendwann nach Stützerbach kommt Ilmenau. Mein Longsleeve, das ich unter meiner Laufjacke trage ist mittlerweile komplett nass und kalt.

4:45 Uhr, bin in Stützerbach. Es ist dunkel. ich sehe nichts mehr. Meine Beine schwerzen, ich kann nicht mehr auftreten. Manebach müsste gleich kommen, denk ich mir. Aber dann lese ich 5km. Ich glaube das nicht udn gehe noch einmal ganz nah ran an das Schild: 5km. Ich hasse mich. Trampen? Never.

5:20 Uhr Endlich Manebach. Jetzt noch Richtung Schwimmbad. Mittlerweile laufe ich 3 Stunden, so lange wie noch nie in einem Training. Lediglich zum Marathon in Köln bin ich länger auf den Beinen gewesen - bei Sonnenschein, essen und Trinken.

5:40 Uhr Ilmenau, Festhalle. Die letzten Kilometer. Ich überlege schnell bei einer Freundin (Christina) Halt zu machen, um was zu trinken und Zucker zu mir zu nehmen. Ich kann nicht mehr. Doch die Zeit lässt es nicht zu, ich muss mich beeilen, denn ich habe ja noch eien Vorlesung.

5:50 Uhr, Die letzten Meter laufe ich ohne jegliches Gefühl. Ich merke nur noch, dass sich meine Augen bewegen. Der Rest ist Automatismus. Die Ansteigung am Ernst-Abbe-Zentrum stellt die letzte Herausforderung, doch ich schaffe sie … ist mir jetzt auch egal.

6:00 Uhr, Ich bin da. Nach 3,5 Stunden und mehr als 20 Kilometern.Wohlwissend, dass ich keinerlei Essen zu Hause habe (ich wollte ja urpsünglich einkaufen gehen, Matthias wartete vergebens) klingel ich direkt bei Nico. Nicos Mutter sei dank, gibt es Kuchen. 2 Stücke helfen ersteinmal.

6:20 Uhr, schnell geduscht und heissen Tee mit viel Zucker getrunken. Mir tut alles weh. Die Finger sidn noch immer taub. Ich kann im ICQ kaum tippen.

6:30 Uhr, ich muss los. Vorlesung. Ich zittere leicht, das Mitschreiben fällt mir schwer, aber bessert sich im Laufe der Zeit.

Danach gab’s dann erst mal ne Pizza. Mein Tag sollte aber noch nicht vorbei sein .. als Studentenvertreter war es ein Muss auf der Party des Fachschfatsrates EI zu gehen. Nach diesem Höllentrip, jede Menge Gläser Schlammbowle und Freibier kam, was kommen musste …

Tino

January 9, 2005

Bobhütte

posted by Tino at 3:26 pm and filed under Marathon

Ich kann’s noch. Ursprülich sollten es gediegene 60 Minuten Laufen im Schortetal werden. Als ich das zweite mal die Runde lief, waren 38 Minuten vorbei und es wurde langweilig. Einde Dritte Runde wollte ich nicht nochmal laufen .. da las ich Bobhütte .. 2km. Naja, dürfte ja zu schaffen sein .. Da wollte ich immer schon mal hin. Wie sich ziehmlich früh herausstellte, ging’s steil nach oben .. und zwar die gesamten 2km. Aber ich wollte unbedingt hin, da hielt mich auch das Eis, das da oben lag, nicht auf. Nach 25min war ich oben angekommen .. ich glaub so 800 über NN. Sau kalt, alles vereist aber n toller Ausblick und Sonnenschein entschädigten für die Strapazen …


Blick von der Bobhütte, 800 NN

Nun sollte es wieder nach Hause gehen .. aber wo lang? Naja, bin auf gut Glück einen etwas breiteren Weg gelaufen und dann in der Nähe des Ilmenauer Krankenhaus rausgekommen. Der noch anstehende Weg zum Campus (ich lief noch durch die Stadt) stellte sich als härter als gedacht heraus, war ich doch bis dahin nicht mehr als 30 bzw 45 min. laufen gewöhnt. Zuhause angekommen war ich eine Stunde und 40 Minuten unterwegs. Und stolz auf mich. ;-)


Der Weg zurück.

January 8, 2005

Laufgefühl

posted by Tino at 8:16 pm and filed under Marathon

Also aus meinem groß angekündigten Berglauf wurde nichts .. der Wind war hier einfach zu starkt. Also Sturm, umgemütlich. Bin dann wieder auf’s Laufband und muss sagen, so langsam kehrt das Laufgefühl, nämlich nich genug davon  zu bekommen, zurück. Auch meine neue Adidas Response Laufhose trägt zum Wohl"Lauf"-gefühl bei. Erstmals seit Beginn des Tranings die 6km Marke erreicht. Nich viel, aber schon mal n Fortschritt. Morgen, wenn der Wind stimmt, geht’s dann für mind. zehn Kilometer in die Berge. So langsam werde ich dann auch das Essen wieder umstellen.

December 26, 2004

Projekt: 42.cross

posted by Tino at 1:10 am and filed under Marathon

Ohje ohje,

jede Menge Essen gibt’s derzeit bei Oma und Tante .. Hab ich mir den Beginn meines Trainings ja in ne gute Zeit gelegt. Aber was soll man machen, in 6 Monaten ist es soweit. Vorgestern in 30 min locker und langsam 4,6km gelaufen, was ok ist. Gestern und heute waren Ruhetage. Morgen früh geht’s dann auf die Tartanbahn, fleißig Runden drehen .. oder direkt in den Wald … bevor es bei Tante wieder Weihnachtsessen gibt .. ;-)

Tino