February 6, 2005

lessons (hopefully) learned

posted by Sebastian at 11:14 pm and filed under Das Jetzt, Uni

Wenn du neben einer Prostituierten wohnst und dein eigentlich recht netter Nachbar, Mathematiker und Verschwörungstheoretiker dir vorschlägt, ihre nächtliche Ruhestörung mit Konterruhestörung am Tag zu bekämpfen - tu dies nicht. Sag stattdessen deiner Vermieterin frühzeitig bescheid und zieh derweil bei Freunden ein so lange bis ihr (der Prostituierten) fristlos gekündigt wurde und sie ausgezogen ist. 
Vielleicht dauert das ja nur fünf Tage.

Anmerkung: Vielen Dank nochmal an Manuel&Katja, Carsten und David! Ihr habt mir den Arsch (und vor allem den nächtlichen Schlaf) gerettet!

Wenn du ein nettes Gespräch mit einer Erstsemestlerin über kulinarische Köstlichkeiten aus Italien und Griechenland per ICQ führst, frag sie vorher ob sie in der nächsten Woche vielleicht vier Klausuren schreiben muss, welche ihr das Prüfungsamt auf jeweils aufeinanderfolgende Tage gelegt hat.
Vielleicht hätte sie die Zeit für wichtigere Sachen nutzen können und war nur zu höflich es dir zu sagen.

Wenn dir jemand sein Weltbild erklärt und meint, deines müsste genauso aussehen damit du Punkte in einer bestimmten Klausur erhältst, reiss dich zusammen und lächle. Selbst wenn du der Meinung bist, dass ihr auf mindestens zwei verschiedenen Planeten lebt.
Vielleicht arbeitet er für das Fachgebiet, in welchem du die Klausur schreibst.

Konkurrenz aus dem Netz.

posted by Tino at 9:16 pm and filed under Das Jetzt, Blogsphäre

Verändern Blogger die Medienwelt?

Keine Frage wird derzeit aktiver in der Medien- und vor allem Netzwelt diskutiert. Bloggen wird zum viralen Marketing genutzt, echte Journalisten bedienen sich ihrer für die Recherche und Unternehmen fürchten negative Produktmeldungen in den Blogs und schaffen daher ihre eigenen.

Auch ist zu beobachten, dass sich zunehmend auch Verlage dieser Konkurrenz aus dem Netz nicht mehr verwehren wollen oder können. Ganz im Sinne von "Angriff ist die Beste Verteidigung" lassen sie ihre Journalisten eigene Blogs schreiben …

Blogs vom Handelsblatt
Blogs von Die Zeit

weitere folgen ..

Tino

Zum Thema:
Bloggen wird Mainstrea
m
Blogs, Davon und die Presse
Medium Blog: eine Beobachtung
Reality Surfing - Sieben Thesen zu Weblogs

Life is Random.

posted by Tino at 7:05 pm and filed under Das Jetzt, Apple

Heute Morgen ging’s erst einmal mit Zivilrecht II weiter. Der geneigte Leser wird wissen, was das heißt … Bis Nachmittag musste ich mein Pensum erfüllt haben, war ich doch mit Elmar zum schwimmen in Arnstadt verabredet …

Ilmenau hat zwar auch ne Halle und die ist auch direkt um die Ecke bei mir, jedoch soll Arnstadt schöner sein. Und das war sie auch. Warmes Wasser und tolles Becken. 20 Bahnen hatte ich mir vorgenommen - doch Elmar der Haudegen legte ordentlich vor .. mich packte mein Ehrgeiz. so dass es nach ner Stunde 60 Bahnen waren .. Elmar war da schon jenseits der 60 Bahnen-Marke. Danach relaxen im Nicht-Schwimmerbecken bei 32 Grad und zurück nach Hause.

Noch einmal schlafen, dann isses soweit - mein iBook. Endlich. Konnte es ja am Freitag nich mehr abholen beim Apple Händler in Erfurt, da ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe - außerdem war meine iBook-Tasche - die ich neben einem Fernsehadapter noch rausgehandelt hatte, noch nicht geliefert. Hoffen wir also, dass morgen alles vollzählig ist. Wenn Nico mir dann gleich für die neuen MacAdresse einen Netzzugang gibt .. gibt’s dann morgen den ersten Eintrag vom iBook .. ;-)

In den kommenden Tagen werde ich dann - soweit es die Zeit zulässt - über meine ersten Erfahrung auf dem neuen Macintosh System berichten ..

Tino

Die Kreativität und die deutsche Unilandschaft

posted by Elmar at 6:45 pm and filed under Uni

Allgemeinhin bezeichnen wir Kreativität als das Schaffen von etwas Neuem. Meiner Meinung nach ist das Lernen von Kreativität eine der wichtigsten, schwierigsten Kompetenzen, die im Studium vermittelt werden soll, obwohl sie am wenigsten Beachtung findet. Viel zu häufig hat man das Gefühl, daß dem, was einem vermittelt wird irgendwie der Relevanz oder Tiefe fehlt. Und leider erst oft sehr spät im Hauptstudium endeckt man dann den Funken der Leidenschaft, wenn man sich angeregt mit einem Dozenten über ein Thema unterhält und auf einmal die Augen der Person zu leuchten beginnen und man sich fragt: „Warum hat der jetzt eigentlich so einen Spaß?“ Und man fängt an sich das Thema genauer anzusehen, mit einem tiefen Blick, der Begeisterungsanregung sucht, neue Ideen und Gedanken und Bilder. Und wenn man dann mit einem riesigen Haufen von Fragen zu diesem Dozenten zurückkommt und Hilfe zum Aufräumen dieses Berges erhält dann ist das symbiotische Lehrer-Schülerverhältnis endlich erreicht: Einer der geben kann und will und einer der es mit offenen Armen auffängt.

Jeder hat seinen Platz und kann darin wachsen.

 

Aber zurück zu dem Prozess des Schaffens neuer Sinngebilde.

Der kreative Prozess muß dem Kreativen also Gedanken und Bilder erschaffen, die er vorher so nicht kannte.Aber wie können Gedanken und Bilder in uns sein, wenn wir sie vorher nicht erlebt haben?

 

Die einzige Möglichkeit besteht darin, daß wir etwas bereits Erlebtes verarbeitet, Schlussfolgerungen gezogen oder allein das Unterbewußtsein für uns haben arbeiten lassen: Wer ein Quadrat und ein Dreick kennt, könnte sich das Haus vom Nikolaus erfinden. Ein Musiker, der in mehreren Sparten seine Heimat hat, könnte auf die Idee kommen die einzelnen Stile zu mischen und eine neue Niesche zu kreieren. Oder die Erfindung des Rades, nachdem jemand auf die Idee gekommen ist, eine rollende Kugel in scheiben zu schneiden.

Es scheint, als ob Erlebtes und die Eindrücklichkeit des Erlebten nicht geringen Einfluß darauf haben, ob ein neuer Gedanke daraus geboren wird oder nicht. Wer in gewissen Kategorien denkt, wird innerhalb dieser  je heimischer er diesem Denken ist, desto schneller neue Bilder und Gedanken erzeugen. Aber ist es allein das Erzeugen von neuen Bildern und Gedanken nach dem immer selben Schema? Nein, denn dem haftet viel zu sehr der fade Beigeschmack der Gewohnheit an, den wir an etwas Kreativem nicht finden wollen. Es muß etwas besonderes, nicht zu erwartendes geschehen sein, eine qualitativ neue Aktion, die der Kreative vorher nicht geleistet hat. Nach meinem Empfinden ist Kreativität nicht nur das Schaffen von neuen Inhalten, sondern auch eine Veränderung in der Art der Inhalte.

Und es ist genau das „über sich hinauswachsen“ das man durch das Überschreiten seiner alten Grenzen schafft.

 

Wer diesen Weg alleine beschreitet ohne jemanden, der ihm Richtung und inspirierende Ideen gibt, kann niemals so schnell zu einem Meister seines Fachs werden, wie jemand, dem eben sojemand bereitsteht.

 

Und sollte nicht das genau die Aufgabe der Professoren wissenschaftlichen Mitarbeiter im Bereich der Lehrtätigkeit sein? Ist die Vermittelung von Motivation, Kompetenz und Menschenbildung nicht wichtiger als die Diskussion über die Einführung der Konkurrenz in der Universitätenlandschaft. Es wird wahrscheinlich einfach nur zuviel über Struktur gerdet als über Inhalte: Lieber doktorn wir an dem Unisystem herum und machen aus allen Diplom- Bachelor- und Masterstudiengänge.

 

In diesem Sinne „En chanté!“ auf die deutsche Unilandschaft und aufwachende Menschen.


Euer Elmar

Einen wunderschönen guten Morgen

posted by Judith at 7:44 am and filed under Meta

Nachdem es gestern ein größerer Act war als gedacht mich im Blog einzuloggen, ich nach einer Stunde schon an mir selbst gezweifelt hab, da es ja nicht so schwer sein kann ein paar Zahlen & Buchstaben in der richtigen Reihenfolge einzutippen funktioniert das Ganze nun.

Jetzt den trockenen Toast mit einer halben Kanne Kaffee runterspülen, Fenster auf, Sonne rein, Musik an & los gehts …

Judith